Obazda: klassische bayerische Biergartenspezialität

Die würzige Käsecremezubereitung wird auch Obatzter, Obatzter oder Gerupfter genannt. Nur wenn sie in Bayern hergestellt wurde, darf sie unter diesem Namen angeboten werden. Einen zünftigen Obazda können Sie jedoch ohne viel Mühe selbst zusammenrühren und ihn zu Brezeln oder Roggenbrot genießen.

Traditionell wird Camembert für den Original Obazda verwendet, aber auch andere Weichkäsesorten sind dafür geeignet. Besonders pikant schmeckt das reichhaltige Gemisch aus Käse, Butter und Gewürzen mit Limburger oder Romadur. Vor rund 100 Jahren machte eine Wirtin in Freising den Obazda bekannt und beliebt. Das Grundrezept: Sehr reifen Camembert mit schaumig gerührter Butter vermischen und mit fein gehackten Zwiebeln, wenig Salz und Pfeffer, viel Rosenpaprika, etwas Kümmel und einem Schuss Weißbier zu einer nicht zu weichen Creme verarbeiten.

Längst gibt es nicht nur in Bayern diverse Varianten des ursprünglichen Obazda-Rezeptes. Häufig wird er mit Frischkäse angereichert und ganz ohne Zwiebeln zubereitet. Mit extra servierten Radi, Radieschen oder feinen Zwiebelringen ist der Obazda ebenfalls ein Renner für eine zünftige Brotzeit. Auf bayrisch-kochen.de erfahren Sie, welche herzhaften Schmankerln außerdem zu dieser typisch süddeutschen Mahlzeit gehören.

Obazda lässt sich daheim beliebig abwandeln

Nicht nur aus überreifem Camembert entstehen Cremes, die dem urbayerischen Klassiker ähneln. Leckere Aufstriche gelingen Ihnen auch mit Brie, Frischkäse und Quark oder sogar mit Blauschimmelkäse. Der Käseanteil sollte immer mindestens 50 Prozent betragen. Beachten Sie, dass eine Käsecreme rasch bitter schmeckt, wenn gehackte Zwiebeln gleich untergemischt werden. Schnittlauch ist eine schmackhafte Alternative, aber auch andere Kräuter können für den besonderen Pfiff sorgen.

Hier geht es zum Rezept:

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